"Hab Mut, steh auf!" passendes Motto

von Norbert Block

Der Präses der Ermlandfamilie, Msgr. Achim Brennecke, macht sich Gedanken über das Motto des Deutschen Katholikentages. Er schreibt:

„Hab Mut, steh auf!“ lautet das Leitthema des Deutschen Katholikentag, der vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg ist. Vielleicht sind diese Worte gerade auch passend für diese Zeit, in der wir leben.

„Aufstehen“ heißt sich bewegen.

Im vergangenen Herbst habe auch ich „meine Zelte abgebaut“, nicht wenige Dinge eingepackt, manches verschenkt und einen Umzug vollzogen. Nach Jahrzehnten als Diakon, Kaplan, Pfarrer und Kreisdechant habe ich den Rhein-Erft-Kreis verlassen und bin in mein Elternhaus in Köln-Weiden zurückgezogen, das mein ermländischer Großvater mit Ehefrau, Tochter, Schwiegersohn und weiteren helfenden Händen Anfang der 1950er Jahre errichtet hat.

„Geh! Dein Glaube hat Dir geholfen

Es ist eine Rückkehr nach Köln und doch eine Umstellung und ein Neuanfang im Kölner Westen, wo ich durch die Ernennung des Erzbischofes als Subsidiar in den Gemeinden priesterlich tätig sein darf. So vermag ich das Thema des aktuellen Katholikentages „Hab Mut, steh auf!“ auch auf mich beziehen.

Das Motto des Katholikentages lässt sich aus dem Markusevangelium herleiten, wo Jesus in Jericho einem blinden Bettler namens Bartimäus begegnet und die Umherstehenden ihn mit den erwähnten Worten auf Jesus hinbewegen: „Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich!“ (Mk 10,49)

Die meisten von uns kennen diese Bibelstelle vom Religions-, Kommunions- und Firmunterricht. Ein Blinder sitzt an einer belebten Straße und erfährt von dem Wunderheiler Jesus von Nazareth, der diesen Blinden wahrnimmt und zu sich ruft, nachdem dieser ihn mit den Worten anruft: „Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“ (Mk 10,47)

So wird Jesus auf den Blinden aufmerksam und lässt ihn zu sich kommen. Er spricht mit dem Blinden und erfährt von seinem Wunsch wieder sehen zu können. Und Jesus spricht zu ihm: „Geh! Dein Glaube hat dir geholfen!“ (Mk 10,52)

Im gleichen Augenblick konnte der Blinde wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

Seit rund 2000 Jahren sind Menschen auf dem Weg, den Jesus seinen Freunden gewiesen und den viele unserer Vorfahren gefolgt sind.

Was für die Weltkirche gilt, darf auch für unsere Ermlandfamilie gelten: „das Ermland lebt, mit ihm auch ich!“

Auch wenn wir mit dem Datum vom 29. Juli 1243 die Gründung der Diözese Ermland (Warmia) durch den päpstlichen Legaten Bischof Wilhelm von Modena in Erinnerung haben, dürfen wir auch an den Artikel von Dr. Hans Schmauch „700 Jahre Ermland“ denken, den dieser im „Ermländischen Hauskalender 1951“ (S. 35f.) verfasst und auf ein weiteres Datum hingewiesen hat.

Erinnerung an 775 Jahre Fürstbistum Ermland

So schreibt Dr. Hans Schmauch: „In der Tat wählte Bischof Anselm sich nun im Einvernehmen mit den Ordensgebieten am 27. April 1251 zu Elbing das mittlere Stück seines kirchlichen Sprengels, wie die ortskundigen Ordensritter es begrenzt hatten, als sein weltliches Herrschaftsgebiet aus. Dieser 27. April 1251 hat dennoch als die Geburtsstunde des Fürstbistums Ermland zu gelten.“ Soweit Dr. Schmauch in seinem Artikel.

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